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Mehr Seiten im Google-Index durch schnellere Antwortzeiten

Mittwoch, März 11th, 2009

PJ Hyett von GitHub hat in seinem Blog eine Einsicht offenbart, die äußerst SEO-Relevant ist:

Sinkt die Antwortzeit des Webservers, crawlt GoogleBot mehr Seiten.

Diese Entdeckung machte PJ nachdem er am Caching der Seite gebastelt hatte und damit die Ladezeiten erheblich reduzieren konnte. Er veröffentlicht auch gleich einen Screenshot aus den Google Webmaster Tools- dort ist deutlich zu erkennen, dass mit gleichzeitigem Sinken der Antwortzeit (rote Linie) die Anzahl der gecrawlten Seiten (blau) ansteigt.

githubcrawling

Nunja, GoogleBot wird wohl kaum eine single threaded Anwendung sein die auf die Antwort des Webservers warten muss und somit die Anzahl der gecrawlten Seiten proportional zur Antwortzeit sinkt. Vielleicht ist dieser Mechanismus auch ganz selbstlos und soll verhindern, dass der Crawler zuviel Last auf dem Webserver erzeugt?

Wie dem auch sei, es ist ein weiterer guter Grund in einer ruhigen Minute die Antwortzeiten von Spekunauten.de ein bisschen aufzupeppen.

P.S.: Ja, ich habe in diesem Posting wahllos Keywords markiert um zu sehen was Google damit anstellt.

Veränderte URLs Google mitteilen: Redirect mit 301

Mittwoch, August 20th, 2008

Angenommen man hat schon eine Menge Seiten im Google-Index. Nun möchte man das Schema der URLs dieser Seiten verändern um es beispielsweise ein bisschen SEO zu betreiben.

Die naheliegendste Vorgehensweise dabei wäre, eine neue Action im Controller zu schreiben und von dort aus auf die neue URL umzuleiten:


def some_action_old
redirect_to some_action_url(params[:id])
end

Oder so ähnlich. Für den Besucher sieht das prima aus, denn er sieht nur die neue URL im Browser. Googlebot bekommt beim nächsten Crawl ebenfalls die Weiterleitung mitgeteilt, man könnte daher annehmen er würde ab dann die neue URL speichern. Das wird aber nicht passieren, warum?

redirect_to liefert den Status-Code 302 (Moved temporarily) zurück. Wie der Name schon sagt, gilt diese Umleitung nur vorübergehenderweise- nur für diesen speziellen Seitenaufruf. Im normalen Gebrauch macht das auch Sinn: Angenommen man klickt auf einen Logout-Link, so wird man anschließend zur Startseite umgeleitet. Das bedeutet jedoch nicht, dass ab jetzt die URL der Startseite die gleiche Bedeutung wie die Logout-URL hat.

Für diesen Fall gibt es den Status-Code 301 (Moved permanently). Um diesen zurückzugeben, muss man direkt in den Header zugreifen. (Ich fand diesen Trick über Snippets.dzone.com).


def some_action_old
redirect_to post_url(@post), :status=>301
end

Jetzt wird der Googlebot nach und nach die alten URLs gegen die neuen austauschen. Software zum auswerten der Serverlogs (ich verwende AWStats) zeigt eine Tabelle mit den häufigsten HTTP-Statuscodes an. Dort kann man durch die Zahl der 301-Redirects abschätzen, wie oft dieser Aufruf tatsächlich genutzt wurde.