Beim Installieren neuer Gems erstellt RubyGems automatisch RDoc und Ri-Dateien. RDoc erzeugt eine Dokumentation aus den im Quelltext enthaltenen Kommentaren über Klassen- und Methodensignaturen.
Ob das in Zeiten von Flatrates und Google sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden. Vorteilhaft ist der schnellere Zugriff (unter Ubuntu befinden sich die Dateien in /usr/lib/ruby/gems/1.8/doc), nachteilig das (einmalige) lange Parsing bei der Installation.
RDoc-Erzeugung ausschalten
Die Erzeugung der lokalen Dokumentation kann mit den zusätzlichen Paramtern –no-ri und –no-rdoc für den gem-Befehl unterbunden werden. Häufig begegne ich diesen Parametern auch in Installations-Anleitungen für Gems. Daraus schließe ich mal, das ich nicht der einzige bin, den die Standardeinstellung nicht zufriedenstellt, schließlich beansprucht die RDoc-Erzeugung oft 95% der gesamten Installationszeit.
Lästig also, wenn man –no-rdoc und –no-ri mal wieder vergisst, wenn man gerade das Rails-Framework updaten möchte. Ebenso lästig, dass man –no-rdoc und –no-ri überhaupt eintippen muss!
Keine RDoc-Erzeugung als Standard setzen
Es gibt jedoch Abhilfe: gem liest Parameter automatisch aus der Datei $HOME/.gemrc ein
legt man also die Datei .gemrc in seinem Heimatverzeichnis an, und fügt dort die Zeile
gem: –no-ri –no-rdoc
hinzu, werden diese beiden Parameter jeweils automatisch benutzt. Selbst wer die die lokale Dokumentation auf seinem Entwicklungsrechner haben möchte, sollte diese Datei zumindest auf seinem Server anlegen.
Diese Information habe ich in der RubyGems-Dokumentation gefunden, wo noch mehr Optionen aufgeführt sind.
Bonus-Tipp:
APIdoc.com ist eine aufgebohrte Alternative zur offiziellen Dokumentation von Rails. APIdoc.com stellt nicht nur einfachen Zugriff auf ältere Versionen her sondern ermöglicht auch Kommentare (wie z.B. in der PHP-Doku). Neben Rails sind ist dort auch die Dokumentation für Ruby selbst und RSpec zu finden.